Veranstaltungen

 

Im Dialog mit

 

Salman Ansari

 

am 10.02.2015, 19:00 Uhr

 

Aula der Max-Beckmann Schule

 

Sophienstraße 70
60487 Frankfurt – Bockenheim

 

Der Eintritt ist frei.

 

Wie kann man jetzt und heute Schule besser machen

 

"Ich mag keine Rhetorik. Auch keine Spekulationen darüber, wie Schule neu gedacht werden könnte. Mich interessiert, wie man jetzt und heute Schule besser machen kann. Die Orte des Lernens werden voraussichtlich die vorhandenen Schulen bleiben."

 

Die Zukunft der Kinder lässt sich nicht vertagen. Die menschliche Fantasie ist unbegrenzt. Auch was Schule betrifft. Über Pädagogik wird seit über hundert Jahren nachgedacht. Die Wiederholungen sind daher unvermeidbar. Wir hören mit schier unfassbarer Geduld, dass die Schule krank sei. Kluge Köpfe haben eindrucksvolle Anamnesen gewagt und vielfältige Diagnosen erstellt. Was fehlt sind die konkreten, gezielt umsetzbaren Verfahren der Therapie. Es interessieren mich infolgedessen Ideen, die jeder Lehrer umsetzen könnte. Es interessieren mich Möglichkeiten der Nutzbarmachung von vorhandenen Ressourcen. Es interessieren mich Modelle, die jede Schule überall in jedem Winkel dieser Republik realisieren kann, ohne zusätzliche finanzielle Mittel. Die einzige Investition dabei wäre, die des Umdenkens. Ein Umdenken, das einen Rollenwechsel zu bewirken vermag, nämlich vom Lehrer zum Mentor. Ein Rollenwechsel, der es zulässt, von Kindern belehrt zu werden. Es gibt unendlich viele Ideen, die auf ihre spontane Verwirklichung warten. Es gibt Ideen, die jedes Kind erreichen und es darin stärken, sich selber zu entdecken. 

 

Als Schüler des großen Fachdidaktikers Martin Wagenschein begann 1974 seine berufliche Laufbahn als pädagogischer Mitarbeiter an der Odenwaldschule. Von 1978 bis 1985 war er pädagogischer Leiter eines von der Bund-Länder-Kommission geförderten Modellversuches zur "Integration des allgemeinen und beruflichen Lernens". Seit 1988 entwickelte und erprobte er neue Unterrichtskonzepte in der Mittel- und Oberstufe. Seit 2000 arbeitete Salman Ansari  im Modellversuch "Professionalisierung des Lehrerhandelns im Unterricht der Grundschule am Beispiel des Sachunterrichts" als Teil des bundesweiten Modellversuchsprogramms "Qualitätsverbesserung in Schulen und Schulsystemen" mit. Ansari erhält Lehraufträge an der Pädagogischen Hochschule Kiel, Universität Ulm und Oldenburg und ist Mitautor der Fachzeitschrift "Unterricht Chemie". Von 2004 bis 2006 entwickelte und leitete er das von der Telekom-Stiftung finanzierte Projekt „Kinder fragen Kinderfragen“. 2007 war er Berater bei MINTec (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) in Hohenlohe, 2009 übernahm Salman Ansari die Projektleitung im Brandenburger „Ministerium für Bildung, Jugend und Sport“. Seit 2011 leitet er beim Weiterqualifizierungsprojekt „Lernen vor Ort“ den Baustein "Naturwissenschaften" in Kindertagesstätten in Offenbach.

 

 

Eine Veranstaltung von 
Schilljuki e.V.

 

 

Vergangene Veranstaltungen

 

Am 28.04.2013 hatten wir André Stern zu Gast

 

 

 

 

"...und ich war nie in der Schule"
von der Kaskade Begeisterung -> Kompetenz -> Erfolg

Wie wächst ein Kind unter den von der Hirnforschung als erstrebenswert dargestellten Bedingungen auf? Gibt es Lernen, Bildung und Erfolg abseits von Leistungsdruck? André Stern war nie in der Schule, und seine Geschichte liefert Antworten auf diese Fragen. Eine Einladung zu weiteren Fragen und Reflexionen.

André Stern, 1971 in Paris geboren und aufgewachsen, Sohn des Forschers und Malort-Gründers Arno Stern, ist verheiratet und Vater eines kleinen Jungen. Er ist Musiker, Komponist, Gitarrenbaumeister, Journalist und Autor, unter anderem des Bestsellers "... und ich war nie in der Schule" sowie, gemeinsam mit Arno Stern, des Buches "Mein Vater, mein Freund", das 2011 erschienen ist (alle veröffentlicht im Zabert Sandmann Verlag, München). Als Freibildungsexperte ist er ein gefragter Referent, der sich in Europa und weit darüber hinaus an der Seite von zukunftsorientierten Akteuren der Bildungslandschaft stark engagiert. Daneben arbeitet er eng mit seinem Vater zusammen und ist mit Prof. Dr. Gerald Hüther Gründer und Leiter der Stiftungsinitiative "Männer für morgen". Ferner leitet André Stern auch das "Institut Arno Stern, Labor zur Beobachtung und Erhaltung der spontanen Veranlagungen des Kindes" und initiierte die Bewegung "Ökologie des Lernens". Er ist einer der Protagonisten in "Alphabet" (Arbeitstitel), einem Film von Erwin Wagenhofer.