Sechs Frauen und drei Männer bilden derzeit das pädagogische Team. In der Begleitung der Kinder sind uns Präsenz, Achtsamkeit und Respekt wichtig. Hierfür macht das Team regelmäßig Fortbildungen und Supervision. Darüber hinaus bieten einige Eltern Angebote wie Fremdsprachen, Sport, Körpererfahrung und Musik an.

 

 

Ich heiße Melanie Persch und bin 1971 geboren. Während meines Lehramt-Studiums und der Arbeit an verschiedenen Schulen habe ich immer wieder gespürt: Ja, das Zusammensein mit Kindern ist mein Weg – nur wie?

 

Mir begegnete die Arbeit von Rebeca und Mauricio Wild und ich begann von einer "anderen" Schule zu träumen, von einem Ort, an dem Vertrauen besteht in die Kräfte im Inneren eines jeden Menschen, wo leben und lernen und spielen und miteinander wachsen selbstverständlich und natürlich geschehen. Aus der Suche nach Projekten zum Mitmachen (Montessori-Diplom und Arbeit an einer Montessori-Schule) wurde die Suche nach Gleichgesinnten für ein eigenes Projekt: gemeinsam gelang, was für mich zunächst schiere Utopie schien: Wir haben tatsächlich die Aktive Schule Frankfurt gegründet!

 

In der Begleitung der Kinder und im Miteinander mit allen beteiligten Familien erlebe ich sie lebendig wachsend, aufregend und aufreibend, und immer wieder aufs Neue zutiefst erfülllend!

 
 

Mein Name ist Susanna Noack (geb. 1966), ich habe die Aktive Schule Frankfurt mitge-gründet und bin seit Beginn in der Begleitung der Kinder dabei. Was mich zu diesem Projekt geführt hat? Letztendlich das Leben mit meinen eigenen Kindern.

 

Nach Abschluss meines Amerikanistik-Studiums 1993 arbeitete ich als Englischkursleiterin, Lehrbeauftragte und Übersetzerin. Als 1997 meine Tochter geboren wurde, kamen mein Mann und ich durch meine Schwester mit der Idee eines respektvollen Umgangs mit Babys und kleinen Kindern in Berührung. In der Folge machte ich mich auch in Frankfurt auf die Suche nach Menschen, die versuchen, Kindern selbstbestimmtes Leben und Lernen zu ermöglichen. Mit der Geburt meines Sohnes 1999 wurde der Wunsch immer größer nach einer Schule, in der die natürliche Neugierde und Experimentierfreudigkeit von Kindern Platz findet und Lebensprozesse respektiert werden.

 

Inzwischen ist die Aktive Schule für mich viel mehr: ein lebendiger Ort, der mit den Erfahrungen aller Beteiligten wächst.

 
 

Mein Name ist Sabine Linscheid, ich bin 1969 geboren. Nach Abschluss meines Pädagogikstudiums (Diplom 1996) habe ich zwei Jahre lang als Sozialpädagogin in einer Frankfurter Einrichtung für Mädchen im Kindesalter gearbeitet.

 

1998 bin ich nach Ecuador ausgewandert, wo mein Sohn geboren wurde (1999). Nach meiner Rückkehr nach Deutschland habe ich Menschen gesucht, die meine intuitiven Vorstellungen von einem Leben mit Kindern teilen. So lernte ich unter anderem die Ideen von Mauricio und Rebeca Wild, Emmi Pikler und Jesper Juul kennen und beteiligte mich an der Gründung der Aktiven Schule Frankfurt.

 

Seit der Eröffnung der Schule 2004 arbeite ich dort als Begleiterin. Dabei sind mir der respektvolle Umgang mit Kindern und das Bereiten eines Umfelds, in dem sie selbstbestimmt die Welt für sich entdecken können, wichtig.

 
 
Ich heiße Stefan Schuster-Teupke und bin 1963 geboren. Nach meiner eigenen Schulzeit hatte ich auf manches Lust, von nichts eine Vorstellung und nur eine Gewissheit: all but school.
 
In meinem ersten Berufsleben als Physiker habe ich einige Jahre Rechnungen zu Halbleiterlasern angestellt. Nebenbei habe ich mich damit für mein zweites Berufsleben als Softwareentwickler qualifiziert. Und dann wurden wir eine Familie (1997)! Blieben keine Einzelkindfamilie (1999). Wurden fast eine Großfamilie (2003). Mein drittes Berufsleben begann heranzureifen aus dem Staunen über die Fülle eines Lebens mit Kindern. Aus der Freude, von respektvollem und achtsamem Umgang mit Kindern zu hören und zu lesen. Aus dem Wunsch, selbst so mit Kindern lernen und leben zu wollen.

 

2004 habe ich das (nationale) Montessori-Diplom erworben und 2005 das Zweite Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien abgelegt mit den Fächern Physik und Mathe. Seitdem bin ich als Begleiter in der Aktiven Schule dabei!

 
  

Ich heiße Simone Gamm (geb.1967), als gelernte Floristin hat sich meine Kreativität entwickeln können. Beim Fachabitur in Agrarwirtschaft und durch Permakultur lernte ich das System Natur kennen. Einige Jahre in Frankreich haben mich um eine Sprache reicher gemacht, währenddessen ließ mich mein erster Sohn 1990 Mama werden und 1996 war ich dann Mutter von zwei Söhnen.

Der Tod meines Ehemannes forderte mich heraus Überlebensressourcen zu finden, danach gab mir die Sterbebegleitung in einem Hospiz die Möglichkeit, mich mit dem Tod anderer Menschen auseinanderzusetzen. Ich durfte 1998 erleben, dass es die große Liebe ein zweites Mal gibt. Meine Tochter machte dann aus mir 2002 eine Mutter von drei Kindern. Es folgten Ausbildungen in aquatischer Körperarbeit und Entspannungs-verfahren. Einige Monate hat mich eine Krebserkrankung spüren lassen, wie bestärkend achtsame Begleitung ist. Die Ausbildung zur psychologischen Beraterin bekräftigte mich darin, dies für andere Menschen zu tun.

2005 wurde ich dann erstmalig Elternteil der Aktiven Schule Frankfurt und ich stellte Französisch- und Massage-Zeiten für die Kinder der Schule zur Verfügung. Als Elternteil erst ohne, dann mit aktiven Tätigkeiten in dieser Schule erfahre ich täglich, dass dort für Kinder und Erwachsene ein Ort der liebevollen Begleitung und des Wachstums ist. Seit 2009 wachse ich auch als Begleiterin mit.

 

 

Mein Name ist Yvonne Siebold (geb.1975).

Mit selbstbestimmten Aufwachsen von Kindern habe ich mich bereits während meines Studiums der Erziehungswissenschaften beschäftigt, theoretisch! Die Praxis begann ich im Jahr 2000 mit der Geburt meines Sohnes zu leben. Im Zusammensein mit ihm durfte ich spüren, wie wichtig mir respektvoller und gleichwürdiger Umgang im täglichen Miteinander ist.

 

Im weiteren Verlauf meines Studiums habe ich mich mit den unterschiedlichsten Lerntheorien auseinandergesetzt und bin immer mehr zu der Überzeugung gekommen, dass Lernen kein isolierter Vorgang ist, dem eine bestimmte Zeit des Tages zugewiesen werden kann. Ich war überzeugt, dass Lebens- und Lernprozesse stets eine Verknüpfung bilden und nicht getrennt voneinander betrachtet werden können, weshalb ich mich für die Anmeldung meines Sohnes an der Aktiven Schule entschied. Zu dieser Zeit war ich beruflich in der Begleitung und Beratung von Familien und freiberuflich als Dozentin in der Erwachsenenbildung tätig.

 

Im Laufe der nächsten zwei Jahre, die ich als Elternteil an der Schule verbrachte, spürte ich in mir den Wunsch wachsen, mich stärker einzubringen. Ich empfand, dass das Miteinander von Erwachsenen und Kindern dort sehr genau dem entsprach, was ich mir auch für meinen beruflichen Zusammenhang vorstellte. So entschied ich mich 2009 für den Weg als Begleiterin an der Aktiven Schule Frankfurt.

 

 

Verwaltung

 

Peter Bergmann                     

Seit kurz nach der Einschulung meines Sohnes in 2006 bin ich im Vorstand des Trägervereins der Aktiven Schule Frankfurt, erst bei Schilljuki e.V., nun auch bei Aktive Schule Frankfurt e.V.. Dort kümmere ich mich um den Bereich der Finanzen. Seit 2010, mit dem Einzug in das eigene Schulgebäude, habe ich dazu hauptberuflich die Verwaltung übernommen.

Nach langen Jahren in der Finanzbranche und in Architekturbüros „abhängig“ beschäftigt, genieße ich nun die Entscheidungsfindung im Team. Wobei ich mich als „Mann der Tat“ erst noch an die Konsensprozesse gewöhnen musste.

Täglich werde ich aufs Neue bestätigt, wie gut meine Entscheidung war. Die Kinder hier wachsen zu sehen im respektvollen Umgang miteinander und die Arbeit in einem achtsamen Team erfüllen mich immer wieder mit Freude.